Sättel

Saddle

WIE OFT MUSS ICH DIE PASSFORM MEINES SATTELS ÜBERPRÜFEN LASSEN?

NICHT-WETTKAMPF PFERD

  •  Wenn der Sattel einmal korrekt angepasst wurde, reicht es aus, wenn der Sattel einmal im Jahr, am besten zwischen Winter und Sommer überprüft wird. Dies ist normalerweise ausreichend, wenn das Pferde keine Auffälligkeiten zeigt.
  • Wenn Sie allerdings mit einem neuen Trainingsplan mit Ihrem Pferd starten, bei dem die Muskulatur aufgebaut wird, sollten Sie den Sattel öfter überprüfen lassen. 

WETTKAMPFPFERD 

  • Im Dressur Sport ist das Thema Sattelpassform sogar noch anspruchsvoller.
  • Zusätzlich zu der normalen saisonellen Sattelüberprüfung, sollte der Sattel vor der Wettkampfserie (und nach der Vorbereitungsphase) überprüft werden. 
  • Abschließend dann noch ca. einen Monat nach Ende der Wettkampfserie. Die Entwicklung der Muskulatur verändert sich während der Vorbereitungsphase und auch wieder wenn die Wettkampfserie vorüber ist.

JUNGES PFERD

  • Bevor das Pferd zum Ersten mal geritten wird ist die Überprüfung des Sattels absolut notwendig, denn dies prägt die lebenslange emotionale Beziehung, die ein Pferd zu einem Sattel hat.
  • Es ist klar, dass das Reiten eines Pferdes die Entwicklung der Muskulatur und deren Form verändert. Deswegen sollte während der Einreit- und Trainingsphasephase der Sattel alle 3 Monate überprüft werden, um sicher zu gehen, dass der Sattel passt.
  • Wenn das Pferd altert und wächst hat dies natürlich auch einen wesentlichen Einfluss auf die Körperform und damit auf die Sattelpassform.

ÄLTERE PFERDE 

  •  Wie ein Pferd geritten und behandelt wurde in seinem Leben beeinflusst den Zustand der Muskulatur und wie es altert.
  • Mit zunehmendem Alter kommen Veränderungen des Körpers, die mit der Veränderung des Stoffwechsels einher gehen. Das kann zu Muskelschwund führen, was wiederum die Sattelpassform beeinflusst. Wenn Sie feststellen, dass sich der Körper Ihres älteren Pferdes verändert, ist es empfehlenswert, die Sattelpassform häufiger zu überprüfen als nur einmal pro Jahr. 

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WARUM IST EIN GUT PASSENDER SATTEL WICHTIG FÜR DIE GESUNDHEIT, ZUFRIENDENHEIT UND LEISTUNG IHRES PFERDES?

VERHALTENSANZEICHEN, DIE NORMALERWEISE BEI SCHLECHT PASSENDEM SATTEL SICHBAR SIND:

  • Wenn Sie den Sattel zum Pferd bringen zeigt es einige oder alle der folgenden Verhaltensmuster: es legt die Ohren an, es scheut weg, es beisst und/oder tritt aus
  • Wenn Sie den Sattel auf den Rücken legen, zeigt es einige oder alle der o.g. Verhaltensmuster – falls die Passform-Situation schwerwiegend ist, versucht es oft auch den Sattel mit dem Maul runter zu reißen oder es bockt.
  • Das Pferd zeigt aggressives Verhalten beim Schließen des Gurts und es kann einige Zeit dauern mit einigen Pausen, bis Sie es schaffen, den Gurt endlich anzulegen.
  • Das Pferd ist über-sensibel, wenn Sie es im Sattelbereich striegeln
  • Das Pferd lässt sich nur schwer beschlagen oder Hufe beschneiden, insbesondere an den vorderen Hufen
  • Das Pferd bockt, während dem Reiten und verweigert manchmal.
  • Das Pferd ist unruhig und kann nicht still stehen. 

PHYSISCHE INDIKATOREN, DIE ZU EINEM SCHECKT PASSENDEN SATTEL IN VERBINDUNG GEBRACHT WERDEN:

  •  Sichtbare wunde Stellen im Sattelbereich
  • Reibestellen und Haar Verlust (sogar nur leichte Stellen indizieren ein Problem) im Sattelbereich
  • Weiße Haare im Sattelbereich
  • Schwellungen im Sattelbereich – direkt nachdem der Sattel abgehoben wird
  • Muskelschwund rund um den Widerriss und der Schultergegend
  • Harte Knoten im Sattelbereich 

AUSWIRKUNGEN AUF DIE LEISTUNG DURCH SCHLECHT PASSENDEN SATTEL:

  • Arbeitsverweigerung
  • Braucht lange um Aufzuwärmen
  • Guter Start und verschlechtert sich rapide während des Trainings
  • Häufiges Bocken oder Aufbäumen
  • Unfähigkeit oder Unwillen von Hinten heraus zu arbeiten und Rücken zu runden während des Trainings
  • Fähigkeit sich zu sammeln ist problematisch
  • Heftiges Schwenken des Schweifs, Zähneknirschen, Ohren anlagen, Augenrollen
  • Anhalten vor Hindernissen
  • Die ersten Anzeichen können so klein sein, wie z.B. hasten von Gangartwechseln
  • Lahmheit der vorderen Beine, stolpern oder Lahmheit der hinteren Beine, Steifheit
  • Verkürzung der Gangart.

Wenn man die Natur des Pferdes betrachtet – das sie Fluchttiere sind – wird die Tragweite dieser Verhaltens-, Körper- und Leistungsveränderung sofort deutlich. Das Pferd zeigt Schmerz nur dann wenn es ihn nicht mehr verbergen kann. Das bedeutet, dass wenn Sie Ihr Pferd beißen will, wenn Sie es aufsatteln, dann ist der Schaden schon weit fortgeschritten.

Pferde versuchen normalerweise so Ihr Problem Ihnen mitzuteilen. Erwägen Sie einfach mal, dass ihr Pferd sich möglicherweise nicht aus Faulheit/Unartigkeit fehl verhält, sondern dass es versucht, Ihnen sein Problem mitzuteilen.

Bitte beachten Sie, dass kein Teil der Information auf dieser Website als Ersatz für die kompetente Beratung durch Ihren Tierarzt, Hufexperte oder sonstigen Profi ist.